Wie untersucht man eine Tunneldecke, wenn sie nur während der nächtlichen Betriebspausen erreichbar ist?
Da sich innerhalb des Tunnels Gleise einer Abstellanlage befinden und die Oberseite als Parkdeck genutzt wird, mussten die Untersuchungen unter anspruchsvollen Randbedingungen erfolgen. Mithilfe eines Arbeitszuges, einer Teleskoparbeitsbühne sowie in Teilbereichen durch Seilzugangstechnik konnten alle relevanten Bauteile untersucht und die Grundlage für die spätere Instandsetzung geschaffen werden.
| Auftraggeber: | Hamburger Hochbahn AG |
| Projektzeitraum: | Oktober 2019 - Januar 2020 |
| Bauwerk: | Tunnel mit Parkdeck (Westphalensweg) |
| Leistungsbild: | Bauwerks- und Baustoffuntersuchungen als Grundlage für eine Instandsetzungskonzeptionierung |
Als Grundlage für ein Instandsetzungskonzept haben wir die Bauwerks- und Baustoffuntersuchungen an einer Tunneldecke durchgeführt. Die Oberseite der Tunneldecke wird als Parkdeck genutzt und war ebenfalls Bestandteil der Untersuchungen.
Im Tunnel verlaufen Gleise einer Abstellanlage, sodass zahlreiche Untersuchungsbereiche ausschließlich während der nächtlichen Betriebsruhe erreichbar waren. Die Arbeiten an der Tunneldecke erfolgten mithilfe einer Teleskoparbeitsbühne auf einem Arbeitszug. Für schwer zugängliche Bereiche des Randbalkens kamen zusätzlich Frontlader sowie Seilzugangstechnik zum Einsatz.
Systematische Untersuchung als Grundlage für die Instandsetzung
Um den Zustand der Tunnelanlage umfassend bewerten zu können, wurden gezielte Bauteilöffnungen, Schürfe und Materialuntersuchungen durchgeführt. Dabei wurden der vorhandene Bauwerksaufbau, die Schadensursachen sowie der erforderliche Instandsetzungsbedarf detailliert ermittelt. Nach Abschluss der Untersuchungen wurden sämtliche Öffnungsstellen fachgerecht verschlossen und wiederhergestellt.
Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die anschließende Planung der Instandsetzungsmaßnahmen.